Das Donauknie und Hortobágy-Puszta in Ungarn

Ungarns Hauptstadt Budapest wird von der Donau in die beiden Stadtteile Buda und Pest getrennt. Eine gute Autostunde von Budapest, in Richtung Norden, verändert die Donau ihren Lauf und wendet sich nach Süden. Dieses Gebiet wird Donauknie genannt und ist ein sehr beliebtes Ferienziel. Besonders Wanderfreunde kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten, ebenso historisch Interessierte und Freunde der Künste. Die Stadt Szentendre befindet sich gute 20 Kilometer stromaufwärts von Budapest und zeig viele unversehrt gebliebene und sehr gut erhaltene Barockgebäude. Die pastellenen Farben spiegeln dabei ganz deutlich die Baukünste des 18. Jahrhunderts wieder. Weiter Stromaufwärts befindet sich Visegrád, das im Mittelalter Sitz des Königs war.



Im restaurierten Schloss der Könige von Anjou kann der Besucher die höfische Atmosphäre aus dieser Zeit noch ganz deutlich spüren. Eine weitere Sehenswürdigkeit im Donauknie ist die Ruine der mittelalterlichen Schlossburg. Esztergom ist die Hauptstadt der katholischen Kirche Ungarns. Hier befindet sich eine mächtige Basilika aus dem 19. Jahrhundert, in der gekrönt wurde. Zu den wertvollsten Schätzen Ungarns gehören die goldenen Sanktuaria, die weit über 1.000 Jahre zurück reichen. Möchte man sich das Bild, das man im allgemeinen von Ungarn hat, bestätigen lassen, sollte man in die Hortogágy-Puszta reisen. Die Puszta zeigt die Charakterlandschaft Ungarns, wobei durch die intensive Landwirtschaft das Bild der Grassteppe sehr verändert wurde. Die Hortobágy-Puszta ist allerdings das Herz der typischen ungarischen Landschaft und befindet sich zwischen Decrecen und Tiszafüred, östlich von Budapest. In den 1970er Jahren wurde ein Teil der Hortobágy-Puszta zum Nationalpark erklärt und begeistert mit einer ökologischen Vielfalt, die von Auwaldresten in den Überschwemmungsgebieten der Theis bis hin zu salzigen Sümpfen und zur Kurzgrassteppe reicht.