Thermalquellen in Budapest

Ungarn ist sehr bekannt für seine vielen Thermalbäder, in denen man etwas für seine Gesundheit tun oder einfach einmal richtig vom stressigen Alltag abschalten kann. Sehr beliebt ist das Rudas Bad am Gellertberg, mitten in Budapest. Hier stellt sich schnell das Gefühl ein, dass man sich mitten in einem Märchen aus dem Abendland befindet. In Anquicum wird deutlich, wie wichtig die Thermalquellen schon für die Römer waren, die zwischen dem ersten vorchristlichen und dem dritten nachchristliche Jahrhundert hier beheimatet waren. Die Stadt liegt nördlich vom Stadtzentrum Buda und es warten ausgebildete Balneo-Therapeuten auf die Gäste.



An die Anfänge der Badekultur in Ungarn erinnern prächtige Ruinen von Zivilbädern und viele Mosaiken, die sehr gut erhalten sind. Die vielen Thermalquellen gibt es in Budapest aufgrund eines unterirdischen Sees und einem Bruch in der Erdkruste. Dieer Bruch verläuft vom gellertberg im Südwesten, teilweise unter der Donau nach Norden und bis zur nördlichsten Spitze der Margareteninsel. Mehr als 120 Quellen treten hier durch die Spalten der Erdkruste. Einige Quellen fließen in die Donau, weshalb der Fluss an besonders kalten Wintertagen manchmal dampft. Die meisten Quellen enden jedoch in einem der Becken der insgesamt 32 Bäder in Budapest. Von diesen Bädern sind neun reine Heilbäder, die über medizinische Abteilungen und Trinkhallen verfügen. Mehr als 70 Millionen Liter Wasser sprudeln hier täglich an die Wasseroberfläche. Somit befindet sich hier das reichste Thermal-Mineralwasser-Vorkommen Europas und zudem ist Budapest der einzige Kurort der Welt, der auch eine Hauptstadt ist. So kann man in Budapest nicht nur viel ungarische Kultur erleben, sondern es sich auch noch richtig gut gehen lassen.