Wohlfühlbäder in Ungarn
Während eines Urlaubes in Ungarn kommt man kaum an einem Besuch in den vielen Thermalbädern vorbei. Ein sehr beschauliches ist hierbei das Lukács-Bad am Donauufer in Budapest. Das sonnenblumengelbe Gebäude erstrahlt ganz im Neubarockstil und verfügt über einen weitläufigen Innenhof, in dem unter alten Platanen eine gläserne Trinkhalle steht. Hier kann man schwefelhaltiges Heilwasser trinken, dass in Ein-Liter-Gläsern serviert wird und gegen Magen- und Darmkrankheiten hilft. Am Eingang zum Frei- und Thermalbad befindet sich eine Mauer mit Marmortäfelchen, auf denen sich die Namen von geheilten Patienten befinden. Früher war das Lukács nämlich eine Klinik für Gelenkerkrankungen, Rückenleiden, Bandscheibenvorfälle und ähnliche Gebrechen. Die Thermalbecken helfen des weiteren gegen Rheuma, Gelenk- und Nervenentzündungen, Bronchialkatarrh und als Trinkkur gegen Magen- und Dameerkrankungen.
Das Schwimmbad befindet sich inmitten von beschatteten Sonnenterassen und lädt mit eiskaltem Wasser zum Abkühlen ein. Aufwärmen kann man sich dann wieder in der Thermalabteilung des Lukács. Sehr imposant präsentiert sich das Széchenyi-Bad im Stadtwäldchen von Pest. Erbaut wurde das neobarocke Gebäude im Jahre 1912 und sieht von außen wie eine Kathedrale aus. Der Bau ist sehr lang gezogen und auf Säulen und Bronzestatuen befinden sich der enorm große Kuppeln. Über eine breite Freitreppe kommt man zur Eingangstür und dann weiter in eine Marmorhalle. Im Innern bestaunt man delphinreitenden Putten und wasserspeiende Fratzen und kann es sich im 38 Grad warmen Wasser gut gehen lassen. Eine Besonderheit dieses Bades sind die Schachspieler, die bis zur Brust im Wasser stehen und gehobene Schachpartien spielen. Nach dem Beitrag Ungarns zur EU wurde dieses Bad umfangreich renoviert und teilweise zu einem Erlebnisbad für Kinder umgestaltet.
