Ein Spaziergang entlang der Donau
Die Donau trennt die beiden Stadtteile Buda und Pest von einander, die von neun prächtigen Brücken miteinander verbunden werden. Die Donau bietet sich hervorragend für einen Spaziergang an, der allerdings schnell in einer langen Wanderung enden kann, denn Sehenswertes gibt es hier mehr als genug. Besuchen muss man in jedem Fall die älteste Brücke der Stadt, die Kettenbrücke, die gleichzeitig auch das Wahrzeichen von Budapest ist. An den Brückenpfeilern der Kettenbrücke liegen vier Steinlöwen, deren Zungen im Maul der Bildhauer schlichtweg vergessen hat. Nicht weit entfernt befindet sich der Burgberg, an dessen Fuße man das ehemalige Königsschloss mit hohen Kuppeln sieht. Erbaut wurde es in Auftrag von der Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn Maria Theresia.
Heute befindet sich in diesem Bau die Nationalgalerie, die ungarische Kunst vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert zeigt. Auf dem Rücken des langen Burgberges erstreckt sich die Silhouette der mittelalterlichen Stadt Buda, die Wohnburg genannt wird. Hier befinden sich viele gotische und barocke Häuser und Kirchen und die krummen Gassen bestehen aus altem Kopfsteinpflaster. Vor der Errichtung des Parlamentes in Pest war dies hier der erster Regierungsbezirk. Heute kehren immer mehr Verwaltungen und Botschaften in diesen Stadtteil zurück. Auf der rechten Seite der Donau befindet sich das Parlament, auf dessen Rückseite sich der Kossuth Kajos Platz befindet, der zum träumen und verweilen einlädt. Vorbei an sehr hoch gebauten Regierungsgebäuden sollte man weiter gehen bis man zum Pester Brückenkopf, der Margitbrücke, gelangt. Sehr eindrucksvoll präsentiert Budapest bei einem Donauspaziergang seine Geschichte und seine architektonischen Prachtbauten.
