Die Jagd in Ungarn
In Ungarn hat die Jagd eine sehr lange Tradition und bis heute kann man südlich vom Plattensee, nähe dem westungarischen Rinya-Tamási auf die Jagd gehen, sofern man hierzu die Berechtigung hat. Die meisten ausländischen Jäger kommen hier aus Deutschland und Italien und checken in Rinya-Tamási, einem der schönsten Jagdschlösser des Landes ein. Mitten in einem Eichpark gelegen, ist dies der perfekte Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Jagd. Um 1810 wurde dieses Gebäude erbaut und war bis zum Jahre 1946 im Besitz der Adelsfamilie Szechenyi.
Heute gehört es einer land- und forstwirtschaftlichen Erzeugergemeinschaft, jedoch zeigt die Architektur und Einrichtung des Kaminsaales, des Restaurants und des Raucherzimmers das typische Leben des Landadels wieder. Ehemalige Gäste dieses Jagdschlosses berichten, dass die Zimmer zweckmäßig, die Bedienung sehr freundlich, das Essen hervorragend und die Weine einfach umwerfend sind. Die Jagd selbst allerdings nicht unbedingt eine Erholung sei, denn die geführten Jagden beginnen meist gegen vier Uhr in der früh. Jagen darf man nur mit einem autorisierten Führer, der den Gastjäger in sein Jagdrevier bringt und dort mit ihm auf die Jagd geht. War die Jagd erfolgreich geht es zu einem reichlichen Gabelfrühstück ins Schoss zurück und wer dann noch nicht genug hat, kann auf die Wildentenjagd gehen. Hier werden die Wildenten extra für die Jagd gezüchtet und schon im jugendlichen Alter freigelassen. Bis ihr Leben durch die Jäger endet leben sie in malerischen Teichen, die mit Schilf bewachsen sind und sich hinter dem Schloss kilometerweit hinziehen. An einem Tag werden hier bis zu 2000 Enten geschossen, was auf eine sehr erfolgreiche Züchtung schließen lässt.
