Ungarns Heilbäder

Eines der wichtiges Wirtschaftszweige von Ungarn ist neben dem Tourismus am Balaton die vielen Heilbäder, die über das ganze Land verteilt sind. In den letzten Jahren hat hier der Gesundheitstourismus und der Wellnessurlaub enorm zugenommen. So gibt es in vielen Städten und auch in den beliebten Ferienorten Thermen und Heilbäder, in denen man sich nicht nur von Krankheiten erholen und präventiv etwas für seine Gesundheit tun kann, sondern sich auf einfach nur einmal verwöhnen lassen kann. Neun Kilometer südöstlich von Sopron befindet sich der Kurort Balf, in dem aus drei Quellen dass Heilwasser sprudelt.



Enthalten ist im Heilwasser Alkali-Hydrogen-Karbonat, Chlorid, Schwefelsulfat und Kalzium-Magnesium-Karbonat. Besonders hilfreich ist das Thermalwasser bei progressiv chronische Polyarthritis, Weichteil- und degenerative Gelenkerkrankungen, stoffwechselbedingten rheumatischen Beschwerden, Wirbelsäulen-Deformationen, Haltungsschwäche, Hüftgelenkluxation. Auch eine Behandlung von Unfällen, chronischen Neuritiden und Neuralgie ist hier möglich. Neben dem beliebten Kur- und Schlosshotel Balf gibt es hier auch einen hervorragenden Campingplatz. Ein sehr schönes Heilbad ist auch das Bükk-Heilbad, in dem man sich hervorragend bei Erkrankungen des Kreislaufs, bei chronischen Erkrankungen der Atemwege, der Wirbelsäule, der Hand- und Fußgelenke sowie bei chronische Magenentzündung behandeln lassen kann. Besonders erwähnenswert ist der Bade- und Kurort Gyula, der ungefähr 200 Kilometer südöstlich von Budapest liegt. Mit mehr als 35.000 Einwohnern ist das Burgbad eines der schönsten Heilbäder in Ungarn. Erbaut wurde es im rund acht Hektar großen Schlosspark des ehemaligen Almásy-Schlosses. Heute steht der Schlosspark unter Naturschutz. Aufgrund des enorm hohen Mineralstoffgehaltes ist das Wasser hier braun, was zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Des weiteren ist das Heilwasser reich an Alkalihydrogen-Carbonat und Chloriden.