Vom 12. bis zum 15. Jahrhundert

Durch König Andreas dem Zweiten folgte ab der Mitte des 12. Jahrhunderts in Ungarn eine sehr intensive deutsche Besiedlung. Archäologischen Ausgrabungen zufolge kamen im 3. JahrhundertsWlachen hinzu und im Jahre 1241 wurde das ganze Land durch die Mongolen sehr verwüstet.



Das Ende des nationalen ungarischen Königtums war mit dem Aussterben der Arpáden im Jahre 1301 beschlossene Sache. Im Jahre 1308 setzte sich Karl Robert aus dem Königshaus Anjou nach vielen Jahren der inneren Wirren durch und ab dem Jahre 1342 erlebte Ungarn unter seinem Sohn Ludwig dem großen eine glanzvolle Zeit. Kurzeitig vereinigte sich Ungarn im Jahre 1370 mit Polen und im Jahre 1396 endete ein Fehlzug gegen die Türken mit einer sehr schweren Niederlage. Die Walachei ging unter Sigismund an die Türken verloren, die Moldau ging an Polen und Dalmatien an Venedig. An Polen wurden 13 Zisper Städte verpfändet. Als erster Habsburger folgte auf Sigismund im Jahre 1437 Albrecht der Zweite von Österreich. Der ungarische Adel wähle im Jahre 1440 unter Missachtung der habsburgischen Erbanspruche den polnischen König Wladislaw den Dritten von Polen zu ihrem König. Er fiel bereits im Jahre 1444 bei einem Kampf gegen die Türken. Johann Hunyadi, der für den noch minderjährigen habsburgischen Thronanwärter Ladislaus Postumus die Reichsverwalterschaft führte, konnte 1456 die Türken bei Belgrad schlagen. Der Reichstag zu Pest wählte im Jahre 1458 nach Ladislaus Tod Hunyadis Sohn Matthias Corvinus zum König. Matthias haben es die Ungarn zu verdanken, dass ein weiteres Vordringen der Türken vermieden werden konnte. Somit dehnte sich die Herrschaft nach Westen über Mähren, Schlesien, die Lausitzen, Niederösterreich und die Steiermark aus. Aufgrund der schwachen Herrscher aus dem Haus der Jagiellonen trat ab dem Jahre 1490 ein rascher Machtverfall ein.