Ungarn heute

Seit dem 23. Oktober 1989 ist Ungarn eine demokratische und parlamentarische Republik. Die erste Regierung dieser Republik setzte sich aus Volksvertretern der Parteien Ungarisches Demokratisches Forum (MDF), Unabhängige Partei der Kleinen Landwirte (FKGP) und Christlich-Demokratische Volkspartei (KDNP) zusammen. Erster Ministerpräsident dieser dritten ungarischen Republik wurde József Antall, damaliger Vorsitzender der MDF.



Von Anfang an hatte sich die Republik Ungarn zum Ziel gesetzt, die (freie) Marktwirtschaft zu etablieren und das Land in die Europäische Union zu integrieren. Etappen hierzu bildeten der Austritt aus dem Warschauer Pakt 1990, die Wahl des ersten Staatspräsidenten Árpád Göncz im gleichen Jahr, der Abzug der sowjetischen Trupppen 1991, sowie die Mitgliedschaft in der Partnerschaft für den Frieden und der Antrag auf Mitgliedschaft in der Europäischen Union 1994. Im Jahr 1998 begannen die Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union. Im selben Jahr beantragte Ungarn auch die Mitgliedschaft in der NATO.

Ungarn

Bei der Volksabstimmung über den Beitritt des Landes zur Europäischen Union im Jahr 2003 sprachen sich 83,8% der Wähler für den Beitritt aus. In der Folge wurden 2003 die Beitrittsverträge unterzeichnet; seit dem 1. Mai 2004 ist Ungarn offiziell Mitglied der Europäischen Union. Somit hat Ungarn seine politischen Ziele, die es sich selbst bei der Staatsneugründung steckte, erfüllt: die Umstellung auf eine freie Marktwirtschaft ist ebenso geglückt wie der Beitritt zur EU.

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