Budapester Kaffeehäuser

Die Türken brachten den Kaffee nach Budapest. Kaffeehäuser und Budapest, diese Begriffe gehören spätestens seit der Herrschaft der Türken in Ungarn zusammen. Die waren es nämlich, die den Ungarn (und Österreichern) die Leidenschaft für Kaffee vermachten. Bis zum Zweiten Weltkrieg existierten über 500 große und kleine, luxuriöse und schäbige Kaffeehäuser in Budapest. Häufig waren sie Treffpunkt und Arbeitsplatz der Künstler, Journalisten und Kunstliebhaber. Der Genuss von Kaffee und Kuchen stand dabei nicht immer an erster Stelle: hier wurde diskutiert und schwadroniert, redigiert und geschrieben, so manches Gedicht, manches Romanfragment entstand auf diese Weise.



Der zweite Weltkrieg bedeutete das Aus für die meisten der Kaffeehäuser, die im Krieg zum Teil stark beschädigt worden waren. Einige wenige der schönen alten Häuser haben jedoch überlebt und präsentieren sich heute im alten Glanz. Erste Adresse ist dabei nach wie vor das Café Gerbeaud am nördlichen Ende der Fußgängerzone in Pest. Das fast immer überfüllte Jugendstil-Haus verwöhnt mit Gebäcken nach Originalrezepten der Konditoren und Kaffeespezialitäten. Mindestens genauso empfehlenswert sind aber auch das Café Centrál in der Károlyi Mihály Straße oder das "Künstlercafé" an der Andrássy út.

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