Budapest Markthalle
Direkt am Ende von Budapests Shoppingmeile Váci utca in der Nähe der Freiheitsbrücke findet man eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art: eine Markthalle. Nun gibt es natürlich nicht nur eine Markthalle in Budapest, ist ja klar. Diese ist aber so einzigartig, dass sich ein Besuch in jedem Fall lohnt.
Die Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Halle ist eigentlich eine Stahlkonstruktion, deren Fassade mit bunten glasierten Ziegelsteinen verkleidet wurde. Türmchen flankieren das Gebäude, das lange als der größte und wichtigste Marktplatz Budapests galt. Das erklärt übrigens auch, warum die Halle sogar über eine eigene Eisenbahnanbindung und einen Kanal zur Donau verfügte.
Betritt man die Halle heute, fühlt man sich zunächst wahrscheinlich eher an eine riesige Bahnhof- oder Fabrikhalle erinnert. Drei Etagen locken mit mehr als 180 Geschäften immer von 7 bis 18 Uhr (wochentags) bzw. 7 bis 13 Uhr (samstags). Hier treffen sich Landei und Stadtmensch, Einheimischer und Tourist. Hier wird geschlemmt und gehandelt, gezetert und gekauft. Im Kellergeschoss befinden sich die Fischhändler mit ihren großen Aquarien und ein Supermarkt, im Erdgeschoss findet man alles, was das Genießerherz begehrt: Paprikazöpfe und Salami, frisches Brot, Fleisch und Milch, landestypisches Obst und Gemüse, Süßigkeiten und Kräuter. Die obere Etage ist mit Stoff- und Ledergeschäften, Restaurants und Imbissen belegt. Wem beim Anblick all der Leckereien im Erdgeschoss das Wasser im Mund zusammen läuft, kann hier gleich vor Ort eine der ungarischen Spezialitäten probieren. Außerdem hat man von einem der Restaurants im Obergeschoss einen guten Überblick über die gesamte Markthalle.

