Sándor-Palais

Das Sándor-Palais war ursprünglich die Stadtresidenz des Grafen Vincent Sándor. Im Jahr 1806 wurde es im Auftrag des Grafen von Mihály Pollack am Szent-György-Platz errichtet. Dieser Platz war schon seit dem Mittelalter Austragungsort von Ritterspielen und Jahrmärkten. Auch ein Theater befand sich dort, das über eine geschlossene Brücke mit dem Palais verbunden war. Die Brücke existiert heute jedoch nicht mehr.



Im klassizistischen Palais hielt Graf Sándor unzählige rauschende Bälle ab, die auch im Hinblick auf ihre Gästeliste durchaus bemerkenswert waren. Hier traf man beispielsweise auf politische Größen wie Friedrich Wilhelm III, den österreichischen Kaiser Franz oder den russischen Zaren Alexander I.

Der Umbau des Palais erfolgte 1867. Von da an diente es bis 1944 als Sitz der ungarischen Regierung. Nach langen Jahren des Verfalls dauerte es sehr lange bis eine Entscheidung darüber fiel, wie das Gebäude weiterhin zu nutzen sei. Im Jahr 2002 wurde es nach langer Restauration als Residenz des ungarischen Staatspräsidenten der Öffentlichkeit präsentiert. Tipp: Punkt 12 Uhr mittags kann man die Wachablösung vor dem Palais beobachten. Jeden Tag erklingt zunächst eine Fanfare, worauf die Wachen in historischen Uniformen das Zeremoniell durchführen.

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