Budapest Straßen und Plätze
Die wahrscheinlich bekannteste Straße der magyarischen Hauptstadt ist neben der Király utca die parallel verlaufende Andrássy út, eine Prachtstraße, die seit 2002 Teil des Weltkulturerbes der UNESCO ist. Die 1870 angelegte Straße beginnt nahe des Deák Ferenc tér und endet am Heldenplatz. Geht man die Andrássy út entlang, kommt man automatisch an der Ungarischen Staatsoper, dem Operettentheater, dem Moulin Rouge, dem Liszt Ferenc tér, der Musikakademie, am Oktogon Platz und am Franz-Liszt-Gedenkmuseum vorbei. Unter der Straße verläuft die gelbe U-Bahn-Linie M1. Neben den wichtigsten kulturellen Einrichtungen der Stadt findet man auf der Andrássy út auch viele Luxus-Ladengeschäfte mit Nobelmarken, kleine Theater und einige Kaffeehäuser wie das "Künstlercafé".
Der Heldenplatz am Ende der Andrássy út ist ebenfalls immer einen Besuch wert. Hier umgibt die Kolonnade das Millenniums- und das Heldendenkmal. Die Kolonnade ist eine verzierte Säulenreihe, die im Halbkreis den Platz begrenzt. Sie hat die Funktion eines Pantheons der ungarischen Geschichte, die sie von den Anfängen in Europa bis zum 19. Jahrhundert darstellt. Zur Linken und Rechten des Platzes befinden sich Gebäude im typisch klassizistischen Stil, die die Kunsthalle und das Museum der bildenden Künste beherbergen.
Das Millenniums- und das Heldendenkmal erinnern an die Helden der ungarischen Geschichte. Das 1929 fertig gestellte Millenniumsdenkmal steht mitten auf dem Heldenplatz. Die 36 Meter hohe Säule in der Mitte trägt eine etwa fünf Meter hohe Figur des Erzengels Gabriel. Am Fuß der Säule befindet sich ein einfacher Steinquader, das ebenfalls 1929 eingeweihte Heldendenkmal. Im Laufe der Geschichte war der Heldenplatz immer wieder Ort politischer Kundgebungen und Statements. Er befindet sich in der Nähe des Westbahnhofs im Stadtteil Pest. Gleich hinter ihm beginnt das Stadtwäldchen mit Vergnügungspark, Zoopark und Thermalbad.
