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Feste in Ungarn

Jedes Jahr zwischen dem 31. Januar und dem 5. Februar findet in Südungarn der heidnische Karneval in Mohács an der Donau statt. Hierbei handelt es sich um eines der wenigen schamanischen Feste, die in Europa erhalten geblieben sind. Beim Buschó-Umzug zeigen sich die Ungarn in zotteligen Pelzen und verstekcen sich hinter wild und bunt bemalen Masken aus Weidenholz. Dazu machen sie mit Kuhglocken und Klappern aus Holz einen Höllenlärm und ziehen durch die ganze Stadt. Zum Auftakt dieses Festes findet ein Kinderfaschingsfest mit Verkleidungen, einem Kostümwettbewerb und der Prämierung der schönten Kleider und Masken statt. Am 1. Februar treten dann Kinder-Volkstankzgruppen auf und man kann viele deutsche Volkslieder hören. Des weiteren wird eine Ausstellung der schönsten Holzmasken eröffnet.


Am 2. Februar treten Volkstanzgruppen aus Kroatien, Deutschland und Ungarn auf. Am 3. Februar kann man sich am Kinder-Roma-Orchester erfreuen und am Abend des 4. Februar überquert man mit mehreren Booten mit Fackeln und typisch ungarischer Musik feierlich die Donau. Das ganze Fest dient dazu, den Winter zu Tode zu erschrecken, sodass er am letzen Tag der Feierlichkeiten in einem Sarg zu Wasser gelassen und verabschiedet wird. Auf dem Hauptplatz lodert zur gleichen Zeit ein reisengroßer Scheiterhaufen. Durch dessen Licht und Wärme der Frühling herbeigerufen wird. Eine weitere sehenswerte Festlichkeit sind die historischen Reiterspiele und Festschmaus, die in der Zeit vom 1. Februar bis zum 31. Dezember in Sümeg abgehalten werden. Im Herbst und Winter finden sie immer mittwochs und Samstag und im Juli und August täglich statt. Die Ritter zeigen auf dem historischen Burgplatz von Sümeg in Westungarn ihre Kunststücke. Nach den Festspielen gibt es im Rittersaal einen Festschmaus, der keine Wünsche offen lässt. Gegessen wird hierbei wie im Mittelalter mit den Händen.

Karneval in Ungarn

Karneval in Ungarn ©iStockphoto/Zolcsák Klára